Bauerngarten

 

Der Bauerngarten ist eine 1913 im Botanischen Garten von Hamburg entwickelte Gartenform, in der nach dem Vorbild mittelalterlicher Pastoren-, Kloster- und Apothekergärten versucht wird, Ästhetik und Zweckmäßigkeit zu vereinen. Es werden in erster Linie Obst, Gemüse und Kräuter angepflanzt. Als Blumen finden Stauden häufig Verwendung. Einfriedungen entstehen durch Hecken und Zäune, Beete werden durch niedrige Buchsbaumhecken abgegrenzt. Wege werden meist kreuzförmig und mit einem Rondell in der Mitte angelegt, insgesamt unterliegt der ganze Garten fast immer einer klaren Struktur und Geometrie.

 

Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung sind sogenannte Bauerngärten keine traditionelle Gartenform. Die bäuerlichen Gärten vor 1900 waren einzig und allein zweckgebunden und unterlagen keiner ästhetischen Gestaltung.

 

 


 

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